Finanzwissen

Riester-Rente / Rürup-Rente

Die Riester-Rente ist ein privates Altersvorsorgeprodukt, welches 2002 eingeführt wurde und auf Walter Riester zurückgeht, welcher die private Altersvorsorge aufgrund der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung 2000/2001 vorgeschlagen hat. Die Riester-Rente ist für Arbeitnehmer/innen und wird vom Staat durch verschiedene Zulagen und Steuerbegünstigungen bezuschusst.
Die Rürup-Rente ist ein ähnliches Modell, welches jedoch ohne die Voraussetzung der Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung auskommt.


Beide "Renten" sind reine Geldwerte und durch Versicherungen sogenannte kapitalgedeckte Finanzierungen, die jedoch großteils in Staatsanleihen europäischer Staaten investiert sind. Die Qualität dieser Art der Besicherung bleibt dahingestellt und muss jeder für sich selbst einschätzen. Die zu erwartenden Zinsen der Produkte ist zum einen sehr gering, zum anderen ist die dauerhafte Substanz der Versicherungsgesellschaften bei deren vergangenen Kapitalrücklagen zumindest fragwürdig.

Der wesentliche Unterschied zwischen der Riester- und der Rürup-Rente sind, wie oben angesprochen, die Eingangsvoraussetzungen und auch die Details am Ende. Während eine Riester-Rente zumindest zu 30% als Kapitalsumme ausgeschüttet werden darf, ist dies bei der Rürup-Rente nicht möglich (sogenanntes Kapitalwahlrecht). Hier muss das Kapital monatlich "verrentet" werden.
Kapitalform: reiner Geldwert
Inflation / Kaufkraftverlust: unterliegt zu 100% der Inflation / dem Kaufkraftverlust
Zinsen: geringe, einstellige Zinsen
Anlagezeitraum: langfristig
Alternativen: fast jede Sachwertanlageform mit Endzeitpunkt oder in physischer Form
Kommentar: Gerade bei langen Anlagehorizonten macht sich nicht nur der Zinseszinseffekt, sondern auch die Aufzehrung des Gegenwertes durch die Inflation bemerkbar! Auch wenn sich die Summe im Laufe der Jahre vergrößert, heißt dies nicht, dass Sie von der Kapitalsumme auch noch das kaufen können, was Sie heute für die Zahl bekämen!