Finanzwissen

Offene Immobilienfonds

Wer sich nicht selbst dem Stress einer eigenvermieteten Wohnung (es sei denn, sie wird verwaltet) aussetzen möchte, wer seine Investitionen kurzzeitig verfügbar halten und trotzdem sein Geld sicher und mit durchschnittlich ca. 6% Rendite p. a. in Sachwerten anlegen möchte, der ist mit einem offenen Immobilienfonds bestens bedient.

Wie die Bezeichnung "Offene Immobilienfonds" schon aussagt, sind die Zahl der Anteile, der Anteilseigner sowie in die zu investierenden Immobilien offen (dies unterscheidet u. a. offene von geschlossenen Immobilienfonds).

Die deutsche Gesetzgebung schreibt vor, dass ein offener Immobilienfonds mindestens 15 Objekte umfassen muss, damit die Gelder der Anleger gestreut, und damit dessen Risiko vermindert wird. Da offene Immobilienfonds zu den offenen Investmentfonds gehören, unterliegen diese und deren Anbieter der staatlichen Aufsicht und Kontrolle und somit strengsten Sicherheitsauflagen.

Offene Immobilienfonds sind ein rechtlich unselbstständiges Sondervermögen, welches durch eine Kapitalanlagegesellschaft von ihrem eigenen Vermögen getrennt verwaltet wird. Am sichersten sind Fonds mit langjährigen Mietverträgen, da die Anleger so vor dem Auf und Ab am Immobilienmarkt geschützt sind. Ein Hauptcharakteristikum eines offenen Immobilienfonds ist die jederzeit mögliche Rückgabe der Anteile zum aktuellen Tageswert. Die Ausschüttungen werden steuerlich genauso wie bei Aktien und Rentenfonds behandelt - ein großer Teil der jährlichen Erträge ist steuerfrei. Die Anlage in einen offenen Immobilienfonds ist bereits ab 50 EUR mtl. möglich, der Anlagehorizont sollte mittel- bis langfristig betrachtet werden (nicht unter 5 Jahren).
Kapitalform: Sachwert
Inflation / Kaufkraftverlust: Durch die Wertsteigerung von Sachwerten durch die Inflation unterliegt ein Immobilienfonds nur indirekt im positiven Sinne der Inflation.
Rendite: zumeist solide einstellige Renditen
Anlagezeitraum: mittel- bis langfristig (nicht unter 5 Jahren)
Kommentar: Die Vorteile einer Investition in einen offenen Immobilienfonds sind ein geringer Kapitaleinsatz, ein durch staatliche Kontrolle minimales Risiko sowie die jederzeitige Rücknahme der Anteile zum aktuellen Tageswert.

Als Nachteile einer solchen Beteiligung sind die zum Teil hohen Fondsgebühren, sowie die steuerlich niedrigen Verlustzuweisungen zu sehen.

Fazit: Wer sein Geld mittel bis langfristig, nahezu risikofrei, mit nicht allzu hohen Renditeerwartungen aber trotzdem in Sachwerten anlegen möchte, für denjenigen ist die Beteiligung an einem offenen Immobilienfonds genau das Richtige