Finanzwissen

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) / Blockheizkraftwerke (BHKW)

Diese Kapitalanlageform ist alles andere als klassisch, da es sich hierbei vielmehr um eine unternehmerische Investition handelt, außer es handelt sich um eine Integration in andere Kapitalanlageprodukte. "Eine Investitionsmöglichkeit, die bewährte Technik und moderne Strategien miteinander vereint", trifft es vielleicht genauer.

Nicht zuletzt durch die Förderungen der Bereiche der erneuerbaren Energien und kleinen Kraftwerke, sind ab 2010 Investitionskonzepte entstanden, die auf altbewährte Technik setzen. Dies wurde mit neuer Technik und veränderten gesetzlichen Voraussetzungen erst ermöglicht. Das Kostenniveau ist gut kalkulierbar, wichtige Absicherungsmöglichkeiten sind bei guten Modellen bereits enthalten und die gesetzlichen Umlageförderungen unterstützen das Investment zeitlich begrenzt.

Bei einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage - kurz KWK - treibt ein Motor einen Generator an. Dadurch wird Strom und Wärme produziert. Dieser Strom und die Wärme werden an die umliegenden Gebäudeinhaber oder Mieter verkauft oder bestenfalls in ein dezentrales Versorgungsnetz eingespeist. Dadurch werden erhebliche Netzkosten gespart, die etwa 30% des Strompreises ausmachen. Die Einnahmen decken die Ausgaben für die entstehenden Antriebskosten (Heizöl, Gas, Biogas, Biomasse, etc.) auch die Kosten für Absicherungsmaßnahmen, Wartung, Instandhaltungsrücklagen, etc. werden durch die Einnahmen gedeckt. Da die Erzeugung von Strom und Wärme ein lukratives Geschäft ist, wie uns die Energiekonzerne deutlich zeigen, bleibt nach Abzug aller Kosten immer noch ein erheblicher Betriebsgewinn bzw. ein ansehnlicher Ertrag.

Positiv hervorzuheben ist, dass bei dieser Art der Energiegewinnung, durch die direkte Einspeisung erheblich weniger Brennstoff verbraucht wird und der Wirkungsgrad um ein Vielfaches höher ist, als bei herkömmlichen Kraftwerken (z.B. bei Überlandleitungen, etc.). Dadurch werden nicht nur Rohstoffe und Ressourcen geschont, sondern auch der CO2-Ausstoß minimiert.

Das Grundkonzept ist sehr simpel aufgebaut und wird zur Eigenversorgung in vielen Unternehmen seit Jahrzehnten genutzt. Bisher kamen private Anleger mit dieser Betriebsform kaum in Berührung, nicht zuletzt wegen der teils immensen Anschaffungskosten von Großanlagen.
Kapitalform: Sachwert, unternehmerische Investition und / oder Beteiligung
Inflation / Kaufkraftverlust: Die Inflation unterstützt die Investition u.a. durch Strom- und Wärmepreise.
Rendite: hohe einstellige bis zweistellige Renditen bei überschaubarem Risiko möglich, je nach Startfinanzierung
Anlagezeitraum: mittel- bis eher langfristig
Kommentar: Es gibt nicht viele Anbieter von Konzeptionen dieser Art, so dass es hier schwierig ist auf eine langjährige Erfahrung zurückgreifen zu können. Jedoch sollten Sie darauf achten, dass Antriebe ausgereift sind und die Betreibergesellschaft nicht auf die neuesten Techniken setzt. Innovation ist gut, jedoch müssen die Maschinen dauerhaft und lange laufen, um den gewünschten Ertrag zu erwirtschaften. Und dies kann nur durch eine ausgereifte Technik geschehen.

Im Bereich der Finanzanlagen sind zweistellige Renditen fast schon unseriös, bei Betriebsergebnissen jedoch Gang und Gäbe. Insofern sollte man seine Ansicht nicht durch hohe Ergebnisaussichten beeinträchtigen lassen, jedoch gleichzeitig auch nicht vor Gier wichtige Aspekte außer Acht lassen. Gehen Sie nur Verträge ein, deren Ablauf und Hintergründe Sie wirklich verstehen und nachvollziehen können!