Finanzwissen

Fondsgebundene Lebensversicherung (FLV)

Die Fondsgebundene Lebensversicherung ist ähnlich wie die Kapitallebensversicherung nur insofern eine Versicherung, als dass sie den Todesfall versichert. Sie zählt eigentlich auch eher zu den Kapitalanlageformen, da sie im Wesentlichen als Altersvorsorge genutzt wird.

Anders als bei der Kapitallebensversicherung, verleihen Sie hier Ihr Geld nicht an die Versicherungsgesellschaft, sondern zahlen tatsächlich Ihr Eigentum in Investmentfonds ein. Allerdings sind auch hier die Sparanteile relativ gering, da von Ihrem Monatsbeitrag noch die Verwaltungskosten abgezogen werden müssen. Die Verwaltungskosten sind hierbei geringer, jedoch kommen ggf. Ausgabeaufschläge der Fonds hinzu.

Wie flexibel die Anlageform ist, hängt im Wesentlichen von Ihrem Vertragswerk und der Versicherungsgesellschaft ab. Auch können Sie nicht bei jeder Gesellschaft Ihr Geld in jeden beliebigen Fonds investieren. Diese sind meist als Auswahl vorgegeben. Am Ende der Laufzeit besteht die je nach Vertragswerk Möglichkeit Ihre Fondsanteile über einen gewissen Zeitraum zu behalten, bevor diese aufgelöst und ausgezahlt werden, um z.B. schlechte Börsenzeiten zu überbrücken.
Kapitalform: zumeist Mischung aus Sachwert und Geldwert, aber abhängig vom Fonds
Inflation / Kaufkraftverlust: unterliegt nur bedingt der Inflation (Psychologie des Börsenhandels)
Rendite: einstellige Rendite, abhängig vom Fonds
Anlagezeitraum: wird im Regelfall bis 60 abgeschlossen, um als Altersvorsorge zu gelten
Alternativen: Kapitaltrennung durch Risikolebensversicherung und Sparanlage
Kommentar: Die Fondsgebundene Lebensversicherung ist eine durchschnittlich betrachtet eine deutlich bessere Alternative zur Kapitallebensversicherung. Trotzdem handelt es sich um Börsenwerte, deren Wert der Marktpsychologie unterliegen. In wirtschaftlich schlechten Zeiten könnem sich auch die Aussichten anderer Branche auf noch gar nicht Betroffene auswirken, so dass der Gegenwert-Sachwert bei Aktien immer relativ betrachtet werden sollte.